Kandis ist ein Spezialprodukt, das in einem besonders aufwendigen Verfahren über mehrere Tage bis Wochen (je nach Produkt) langsam heranwächst. Jeder Kandis ist ein Unikat. Zunächst wird Zucker aufgelöst, die hochkonzentrierte Zuckerlösung wird anschließend zu verschiedenen Kandissorten weiterverarbeitet. So entstehen zum Beispiel Weißer Kandis, Kluntje Kandis, Krusten Kandis oder Grümmel Kandis. Er ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern überzeugt auch geschmacklich – besonders in heißen Getränken wie Tee oder auch in Likör.
Die Herstellung von Kandis ist ein geduldiger Prozess, bei dem sich die Kristalle langsam und kontrolliert bilden. Je nach Sorte unterscheidet man zwischen gleichförmigem und ungleichförmigem Kandis – beide Varianten entstehen auf
unterschiedliche Weise:
Gleichförmige Kandissorten
Zu diesen zählen beispielsweise Diamant Weißer Kandis, Brauner Kandis, Kluntje Kandis und Lüttje Kluntje. Ihre regelmäßig
geformten Kristalle erinnern an geschliffene Edelsteine – und das ist kein Zufall: Sie entstehen durch eine sogenannte Kristallisation in Bewegung.
• Kleine Kristalle werden permanent von unten nach oben von der heißen, gesättigten Zuckerlösung umspült.
• Durch diese gleichmäßige Bewegung wachsen sie langsam und kontinuierlich heran, ohne zusammenzukleben.
• Der Kristallaufbau dauert mehrere Tage – bei Kluntje Kandis sogar bis zu drei Wochen, bis die Kristalle ihre typische Größe erreicht haben.
Ungleichförmige Kandissorten
Bei Sorten wie Diamant Krusten Kandis oder
Diamant Grümmel Kandis wird
ein anderer Weg eingeschlagen: Hier braucht der Kristall Ruhe, um zu wachsen.
• Die heiße Zuckerlösung wird in große Kristallisationswannen gefüllt, die durch Zwischenbleche unterteilt sind.
• Während die Lösung langsam abkühlt, bildet sich Kandis in dicken Krusten an den glatten Oberflächen der Bleche.
• Sobald eine bestimmte Dicke erreicht ist, werden die Kandiskrusten herausgebrochen, anschließend zerkleinert und je nach Verwendungszweck nach Größe sortiert.
Es gibt verschiedene Kandissorten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden:
Gleichförmige Sorten
Diese Sorten zeichnen sich durch regelmäßig geformte, klare Kristalle aus und entstehen durch Kristallisation in Bewegung:
• Diamant Weißer Kandis edle Sorte mit feiner Süße, ideal auch zur Zubereitung von Likören
• Diamant Brauner Kandis: Die braunen Kandiskristalle erinnern an Bernstein und verleihen Tee und anderen Heißgetränken eine natürliche Karamellnote
• Diamant Kluntje Kandis: Großer, weißer „Ostfriesenkandis“ , speziell für die ostfriesische Teezeremonie
• Diamant Lüttje Kluntje: Kleiner, weißer „Ostfriesenkandis“, wenn es bei der ostfriesischen Teezeremonie etwas weniger süß sein soll
Ungleichförmige Sorten
Diese Varianten brauchen hingegen Ruhe, um zu wachsen. Hier entstehen die Kristalle durch langsames Auskristallisieren einer konzentrierten Zuckerlösung:
• Diamant Krusten Kandis: unregelmäßige, gebrochene Form, goldbraunes Farbspiel, vollmundiger Karamellgeschmack
• Diamant Grümmel Kandis: klein, unregelmäßig gebrochene Form, karamellig-süß im Geschmack, auch ideal zum Backen, z.B. für Printen
Kandis ist nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein echtes Multitalent in der Küche:
• Zum Süßen von Tee- besonders Ostfriesentee, Kräutertee oder Schwarztee
• Für Heißgetränke wie Grog, Punsch oder Glühwein
• In der Weihnachtsbäckerei, etwa für Pfeffernüsse, Printen oder Lebkuchen
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Mittelgrobe Kristalle, Weiß, neutral im Geschmack, gut dosierbar, leicht löslich
• In Ostfriesland knistert Kandis traditionell in Tee -
das typische Geräusch beim Auflösen gehört zur ostfriesischen Teezeremonie.
• Die Bezeichnung "Kandis" stammt vom arabischen qandi, was so viel bedeutet wie "aus Zucker gemacht".
„Kluntje“ ist eine besondere weiße Kandisart. Sie wird v.a. in Norddeutschland, besonders in Ostfriesland, für die ostfriesische Teezeremonie verwendet. Die besonders großen, weißen Kristalle lösen sich besonders langsam und mit einem Knistern im Tee auf. Neben Kluntje Kandis gibt es weitere Kandissorten, z.B. weißen und braunen Kandis, die gleichmäßig geformt sind oder ungleichmäßig gebrochene Sorten wie Krusten Kandis oder Grümmel Kandis.
Ja, Kandis ist vegan, da er ausschließlich aus Zucker hergestellt wird und bei der Herstellung keine tierischen Hilfsmittel verwendet werden.
Brauner Kandis ist ein grobkörniger Zucker, der aus karamellisierter Zuckerlösung gewonnen wird. Seine Herstellung erfolgt in einem aufwendigen Kristallisationsverfahren, das mehrere Tage dauern kann. Dabei entstehen große, gleichmäßige Kristalle oder – in gebrochener Form – Krusten Kandis und Grümmel Kandis. Kandis wird überwiegend zum Süßen von Tee verwendet. Brauner Zucker von Diamant ist ein sogenannter Kandisfarin. Auch er wird aus karamellisierter Zuckerlösung hergestellt, allerdings in deutlich kürzerer Zeit, da die Kristalle viel kleiner sind. Kandisfarin ist feinkörnig, gut löslich und zeichnet sich durch einen aromatisch süßen bis fein-karamelligen Geschmack aus. Er eignet sich perfekt zum Backen.
Trocken, kühl und luftdicht verschlossen – am besten in einem gut schließenden Glas oder einer Dose. Kandis nimmt leicht Feuchtigkeit auf, was seine Qualität beeinträchtigen kann.
Die grobkristallinen Sorten wie weißer oder brauner Kandis lösen sich im Teig nicht vollständig auf und sind daher ungeeignet. Diamant Grümmel Kandis hingegen ist fein zerkleinert, backfähig und verleiht vor allem typischem Weihnachtsgebäck wie Printen eine karamellige Note und den besonderen Crunch.
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