Zuckergewinnung

Der Herstellungsprozess.

Aussaat
Im März und April werden die Rüben gesät.


Rübenernte – alles vollautomatisch
Im September/Oktober sind unsere Rüben durchschnittlich 800 g schwer und bereit für die Ernte. Unsere Maschinen heben die Rüben aus der Erde, reinigen sie grob und sammeln sie ein. Dank der gründlichen Arbeit der sogenannten „Lademaus“ bleiben Blattwerk und Erdreich als Dünger auf dem Acker.


Auf zur Fabrik
Der größte Teil unserer Rüben wird direkt vom Feld in die Fabrik transportiert. Ein kleiner Teil wird in abgedeckten „Mieten“ am Feldrand zwischengelagert und später nachgeliefert.


Rübenwäsche
Unsere Rüben werden nun für die Weiterverarbeitung vorbereitet – also gründlich gewaschen und von den letzten Blättern und Erdresten befreit.


Schnitzel-Zeit
Unsere sauberen Rüben werden dann in kleine Streifen, sogenannte „Schnitzel“, geschnitten und zur Extraktion gebracht.

 

Saftgewinnung
Beim Extrahieren wird mit heißem Wasser der sogenannte Rohsaft aus den Rübenschnitzeln gewonnen.


Saftreinigung
Der Rohsaft enthält bereits 15 Prozent Zucker, aber auch ein paar Nichtzuckerstoffe. Also trennen wir den Saft gründlich von diesen Stoffen. Sie können später als mineralische Düngemittel verwendet werden. Aus den ausgepressten und getrockneten Schnitzeln machen wir Tierfutter. Übrig bleibt hellgelber Dünnsaft zur Weiterverarbeitung.


Verdampfung
Der Dünnsaft wird durch Verdampfen weiter konzentriert – bei starkem Unterdruck und niedriger Temperatur, um eine Karamellisierung oder Verfärbung zu vermeiden. Dadurch entsteht der sogenannte Dicksaft mit einem Zuckeranteil von gut 70 Prozent – und der kommt jetzt in die Kochstation.


Kristallisation
In der Kochstation wird dem Dicksaft weiter Wasser entzogen, bis eine genau festgelegte Zuckerkonzentration erreicht ist. Dann werden feinste Zuckerkristalle zugeführt, die den Kristallisationsprozess auslösen. Durch immer weiteren Wasserentzug wachsen die Kristalle bis zu einer exakt bestimmten Größe. Wenn diese erreicht ist, wird der Prozess gestoppt.


Zentrifugation
In Zentrifugen werden die Zuckerkristalle dann von der Melasse, einer braunen, sirupartigen Flüssigkeit, getrennt. Die hohe Fliehkraft lässt diesen Sirup abfließen. Zurück bleibt: Zucker. Seine Farbe wechselt dabei von Dunkelbraun zu Weiß.


Trocknung
Der Zucker wird jetzt erst einmal gekühlt, getrocknet und anschließend nach verschiedenen Körnungen gesiebt.


Lagerung
Nun gelangt unser Zucker zur Zwischenlagerung in Silos, bis er z. B. zu Würfelzucker oder Gelierzucker weiter veredelt oder zum Verkauf abgefüllt wird.


Weißzucker
Weißzucker bezeichnet man als Grundsorte. Großabnehmer dieser Qualität sind industrielle Weiterverarbeiter unterschiedlichster Branchen.


Raffinade
Der andere Teil des Weißzuckers wird zur Herstellung von Raffinade verwendet, indem er eine zweite Kristallisation durchläuft. Ebenso bildet er die Grundlage für unsere verschiedenen Zuckerspezialitäten.


Auslieferung


Zucker für Industriekunden
Für unsere Großabnehmer wird unser Zucker dann per Silofahrzeug oder in Säcken ausgeliefert. Natürlich pünktlich und immer in den Mengen, die benötigt werden.


Zucker für Verbraucher
Für dich gibt’s eine Vielzahl an Zuckerspezialitäten im Handel in praktisch portionierten Größen – damit du immer genau den Zucker zur Hand hast, den du zum Backen, Gelieren, Süßen und Verfeinern von Gerichten und Getränken brauchst.